| ERGO
50, der Aufbau Aufbau eines gebrauchten Hubis |
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Der Ergo-50 ist die ideale Gelegenheit um einmal den Aufbau eines gebraucht erworbenen Hubschraubers zu besprechen.
Dieser Aufbau unterscheidet sich wesentlich von einem neuen Hubibausatz. Alle Teile sind schon zusammengebaut und bereits geflogen. Nur wie gut und gewissenhaft wurde der Aufbau durchgeführt ? Wie "wild" wurde der Hubi geflogen und welche Abnutzungserscheinungen kann man erwarten ?
Der Hubi wurde komplett flugfertig (ohne Elektronik) angeliefert. Er war in optisch gutem Zustand, allerdings stark verölt.
Als erstes musste der Hubi fast komplett zerlegt werden. Zu viele sicherheitsrelevante Teile befinden sich versteckt im Chassis. Ich habe nur die beiden Chassishälften und die Mischhebel montiert gelassen. Vorher hatte ich mich jedoch vom guten Sitz aller Schrauben überzeugt.
Die Rotorwelle zeigte nach erster Überprüfung einen Schlag von 0,5mm, war im Bereich der Kugellager stark verrostet und musste daher ausgewechselt werden. Die Kugellager selbst haben scheinbar auch schon einige 3D Übungen genossen und waren leicht angerostet. Sie wurden ebenfalls ersetzt. Die Taumelscheibe und der Pitchkompensator wurden gründlich gereinigt, der Rost entfernt und sehen jetzt auch wieder wie neu aus.
Als nächstes nahm ich mir den Motor OS46 und die Kupplung vor.
Der Einbau des Motors in das Chassis erfordert bei der ERGO-Serie etwas Geduld. Motor und Kupplung müssen genau fluchtend ausgerichtet werden, was nicht so ganz einfach ist.
Nachdem der Motor eingebaut wurde, konnten die neuen Kugellager in der Domplatte und im Chassis montiert werden. Vor dem Einsetzen des Getriebes wurde das Hauptzahnrad ebenfalls gereinigt und der Freilauf gut geölt. Der Rotorkopf selbst war in gutem Zustand. Nur die Dämpfergummis mussten gewechselt werden. Bei der Ergo-Serie haben diese erfahrungsgemäß eine begrenzte Lebensdauer.
Nach dieser "Frischzellenkur" ist der Ergo-50 kaum wiederzuerkennen. Wenn man von Kleinigkeiten absieht, könnte man meinen es wäre ein neuer.
Gedanken mache ich mir noch wegen des Tanks. Der originale Graupner Tank ist relativ klein, und für Kunstflug nur bedingt geeignet, da das Tanknippel in manchen Flugstellungen nicht mehr in den Sprit eingetaucht ist. Es gibt von JR einen größeren Tuningtank, der dieses Problem nicht mehr hat. Einen völlig baugleichen Tank habe ich für 1/3 der Kosten gefunden und werde diesen einbauen.