| Zur endgültigen Fertigstellung waren noch
Tank, Rotorkopf und Elektronik einzubauen.
Der Originaltank der Ergo Serie ist nicht das Plastik wert aus dem er
gemacht ist. Eine typische Fehlkonstruktion: er ist zu klein, die
Schläuche sind so knapp an der Mechanik, dass sie aufscheuern. |
 |
Ältere Exemplare haben eine Dichtung, die dem Modellbauer
schwer zu schaffen macht, es sein denn er hätte 20 Miniatur-Finger an
jeder Hand.
Zum Glück bietet Graupner einen sehr guten Tuningtank an. Und noch
mehr Glück: einen baugleichen Tank gibt es von einem anderen Hersteller
für weniger als den halben Preis. |
| Ich entschied mich also für diesen
alternativen Tank (für 5 €). Der Einbau war nicht einfach, aber
nach einigem Hin- und Herprobieren hat es geklappt. Mit seinen 350ml sind
sehr lange Flugzeiten zu erwarten.
Der gebraucht gekaufte Ergo-50 hat einen Zimmermann Schalldämpfer. |
 |
Hier ist dieser Dämpfer in seiner vollen Schönheit. Er hat
bisher nur wenig von seinem Glanz eingebüßt. Der Auslass befindet sich
an der Unterseite. Damit dürfte das Öl weit genug vom Chassis weg sein.
Vielleicht stecke ich zusätzlich noch einen Silikonschlauch drauf (ich so
ungern das Öl von den putze Hubis) |
|
Der Ergo-50 besitzt im Gegensatz zum Schweizer einen mechanischen
Mischer. Das Bild zeigt die drei Servos für Pitch, Nick und Roll. Weiter
vorene befindet sich der Mischer. Von dort geht es über einige
Umlenkhebel zur Taumelscheibe. |
 |
Es ist ja fast schon Philosophie, die Diskussion ob ein
mechanischer Mischer oder eine direkte Taumelscheibenansteuerung besser
ist. Nachdem ich jetzt also beide Versionen ausprobiert habe, meine
Erfahrungswerte: |
| Mechanischer Mischer:
+ Pitchbewegung hat keinen Einfluss auf Roll oder Nick
+ einfache Fernsteuersender benutzbar
- großes Spiel durch viele Kugelgelenke, Hebel und Lager.
- aufwendige Einstellung
Elektronischer Mischer:
+ praktisch kein Spiel, präzise Anlenkung
+ einfache Einstellung
- Computersender notwendig
- Pitch beeinflusst Nick und Roll geringfügig bei extremen Ausschlägen.
Der Rotorkopf ist bei den verschiedenen ERGO Hubschraubern identisch.
Er benutzt die übliche und bewährte Technik und arbeitet präzise. |
 |
Die JP-Kugelgelenke sehen schön aus und haben einen guten
Ruf, ich finde aber trotzdem, dass die Vario oder Mikadokugelpfannen
besser und haltbarer sind.
Auf jeden Fall habe ich alle (!) Kugelgelenke auswechseln müssen. Sie
hatten vom Flugbetrieb meines Vorgängers erhebliches Spiel. Mit den neuen
Kugelpfannen ist der Rotorkopf wieder spielfrei. Sicherheitshalber habe
ich auch die beiden großen Kugellager der Rotorwelle ausgewechselt. Das
kostet nur ca. 8 € bringt aber ein zusätzliches Plus an Sicherheit. |
| Der Standard-Rotorkopf hat einen Pitchbereich
von -5 bis +15 Grad. Damit ist er leider nicht für Kunstflug geeignet.
Graupner bietet aber ein Zentralstück (JR60200) an, welches einen größeren
Pitchbereich (vor allem negativ) zulässt.
Der Heckrotor ist bei allen Ergo Modellen ganz ähnlich aufgebaut. Das
Zahnriemenrad befindet sich in einer Plastikschale. |
 |
Die Heckrotormechanik ist wie üblich aufgebaut. Die
Lagerung der Heckrotorwelle ist nicht ganz spielfrei, aber das ist bei
allen Ergo Hubschraubern so und dürfte kein Problem sein. |
| Sehr gut gelöst ist die Heckrohrmontage. Man
schiebt das Heckrohr in die Aufnahme am Chassis und der Heckrotor sitzt
damit schon praktisch genau justiert fest. Nach kleinen Korrekturen und
Einstellung der Riemenspannung ist die Montage erledigt.
Das Heckrotorservo sitzt sehr weit vorne im Chassis. Daher ist ein
langer 2mm Stahldraht zur Anlenkung vorgesehen. Er ist fünffach geführt
und relativ spielfrei. Trotzdem bevorzuge ich CFK Anlenkungen und das
Servo sollte möglichst weit hinten sitzen. Nach den ersten Flügen werde
ich prüfen, ob man hier etwas verbessern kann. |