Bisher war ich gewohnt die Bauteile aus dem Baukasten immer wieder Nachzubearbeiten,
einzupassen, abzuschleifen. Ganz anders beim Vario X-Treme. Die Bauteile sind so
exakt gefertigt, daß eine ausreichende Menge Werkzeug ausreicht um den Hubschrauber in
knappen 25 Arbeitsstunden aufzubauen.
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Der Bausatz besteht aus ca. 25 Menge Plastiktüten, die eine große Menge
Einzelteile enthalten. Ich schätze, daß mindestens 600 Einzelteile geliefert wurden. Die
Bauanleitung zeigt zu jeder Tüte einen sauber gezeichneten Plan. Eine Text-Beschreibung
gibt es nicht, ist aber auch nicht notwendig. Wenn man einmal einen kleineren Hubi
aufgebaut hat, so wird auch auch mit dem X-Treme zurechtkommen. Ich hatte die Bauteile
immer erst lose zusammengefügt und erst wenn alles korrekt war mit
Schraubensicherungslack verschraubt. |
| Während des ganze Aufbaus hat keine einzige Schraube
gefehlt, alle Teile paßten perfekt ohne Nachbearbeitung und alle Hebel und Lager waren
sofort leichtgängig. Ein großes Lob an die Firma Vario für diese sorgfältige
Verarbeitung ! |
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Als erstes wird der Rahmen und das Getriebe aufgebaut. Der Rahmen besteht
aus rechteckigen Aluteilen, die mit Alurohren zusammengehalten werden. Diese Konstruktion
erweist sich als äußerst verwindungssteif. In meiner rechtsdrehenden Version wird ein
zweistufiges Getriebe verwendet, welches auch den Freilauf enthält. Der Heckrotor dreht
sich bei der Autorotation mit. |
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Der Motor (OS61 mit Heckauslaß) wird im vorderen Teil eingebaut. Das Bild
zeigt den Motor mit Lüftung und davor den Tank. Auch der Motor sitzt auf den Alurohren
des Chassis. Trotz der hohen Steifheit sind zusätzliche Verstrebungen eingebaut. Wackeln
oder verbiegen kann sich hier wirklich nichts mehr. |
| Der OS Motor ist speziell für Hubschrauber konstruiert und
hat zwei Düsennadeln. Eine wie gewohnt für Vollgas und eine weitere zur Feineinstellung
des Schwebeflugs (Halbgas). |
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Der Rotorkopf arbeitet mit obenliegender Paddlestange. Ansonsten
funktioniert er wie bei allen anderen Hubis. Alle Kugelgelenke waren von Anfang an
leichtgängig. Die Vario-Kugelpfannen passen sehr gut. Nachbearbeitung wie bei manchen
anderen Fabrikaten war in keinem Fall notwendig. |
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Dieses Bild zeigt den Einbau der Elektronik. Unter dem Getriebe sitzen
Gyro und Empfänger. Oben die Servos zur direkten Taumelscheibenanlenkung. Alle Kabel
wurden mit Spiralschläuchen geschützt und sauber verlegt. Über Gewichtsprobleme muß
man sich hier weniger Gedanken machen als bei Elektro-Hubis, wo es auf jedes Gramm
ankommt. |
| Ein kleines Detail zeigt die hohe Qualität des X-Treme: Am
Rotorkopf befindet sich eine senkrechte Stange, welche den Pitchkompensator führt (wie
bei jedem anderen Hubi auch). Am Pitchkompensator befindet sich nicht etwa nur eine Nut,
gleich 2 Kugellager dienen zur Führung an der Stange. Es braucht nicht erwähnt zu
werden, daß das perfekt spielfrei und leichtgängig funktioniert. Die Taumelscheibe
wird mit 4 Servos angelenkt. Das erfordert eine sorgfältige Einstellung der Servowege
damit sich die Servos nicht gegenseitig blockieren. Hat man das aber geschafft, wird man
mit einer felsenfesten Taumelscheibe belohnt. In keiner Richtung ist irgendein Spiel
festzustellen. Dem Hubi angemessen, habe ich kräftige Servos C4421 eingebaut. Diese sind
mit 85Ncm reichlich dimensioniert.
Als Empfängerbatterie kommen 4 Stück RC2000 zum Einsatz. Als Schalter wird ein
selbstgebauter MOSFET-Sicherheitsschalter verwendet. Die käuflichen normalen und
elektronischen Schalter haben mir zuviele Nachteile. Daher habe ich einen
Hochsicherheitsschalter entwickelt, bei dem sich Mechanik und Elektronik gegenseitig
überwachen. Das gibt ein gutes Fluggefühl. |
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Der Aufbau des Heckantriebs ist etwas schwieriger, da man die Länge der
CFK Welle genau bestimmen muß. Hierfür habe ich doch etwas länger gebraucht. Das
Heckgetriebe ist, wie alle anderen Teile auch, voll kugelgelagert und arbeitet sehr
präzise. Die Leitwerke sind relativ klein ausgeführt und dienen im wesentlichen nur dem
Schutz des Heckrotors. |
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So sieht der X-Treme (ohne Kabinenhaube) aus. Nach ca. 25 Stunden stand er
auf dem Boden. Jetzt fehlt nur noch die Feinabstimmung und die Senderprogrammierung bis
der Jungfernflug stattfinden kann. |