| Erstflug des X-TREME | ![]() |
Nachdem der X-Treme aufgebaut war, mußten noch die ganzen Einstellarbeiten durchgeführt werden:
1. Einstellung des Heckrotors
Das CSM360 hat eine Wegbegrenzung. Die Hebel und Gestänge wurden so gewählt, daß noch kein Blockieren auftritt. Alle Hebel befinden sich in Neutralstellung genau im 90 Grad Winkel. Es hat sich später gezeigt, daß das die goldrichtige Einstellung ist. Trimmung ist kaum mehr notwendig.
2. Einstellung des Pitch
Genaue Angaben befinden sich bei den MC-24 Einstellungen. Da mir die Einstellung des Spurlaufs ziemlich lästig ist, nehme ich mir immer sehr viel Zeit um es in der Werkstatt möglichst genau vorzubereiten. Auch das hat sich gelohnt, da der Spurlauf auf Anhieb stimmte.
3. Einstellung des Gas
Auch diese Angaben befinden sich bei den MC-24 Einstellungen. Diese Art das Gas und den Leerlauf zu benutzen war mir neu. Es ist etwas komplexer als bei Flächenmodellen. Nach genauer Untersuchung aller Funktionen wird es aber verständlich. Durch ein paar Programmiertricks kann man wie gewohnt den Trimmhebel als Leerlaufjustierung verwenden.
Nachdem nun alles fertig eingestellt und die Akkus voll geladen waren wurde es ernst. So sieht der zum Erstflug fertige X-Treme aus:
Der Erstflug
Zusammen mit der Flächenmodell-Startbox ging ich aufs Flugfeld. Der Tank wurde
gefüllt und nochmals alles kontrolliert. Das Gas wurde in die Leerlaufstellung gebracht.
Jetzt folgt wohl oder übel die unangenehme Phase des Motor-Einlaufens. Bei
Flächenmodellen versuche ich immer frühzeitig auf Vollgas zu kommen um den Motor fett,
aber sicher, laufen zu lassen. Beim Hubi geht das natürlich nicht. Man muß sich im
Leerlauf soweit durchquälen, bis er anständig läuft. Das Gemisch wurde so wie in der
Anleitung eingestellt.
Als Glühkerze angeschossen und den Starter mit Sechskantadapter an den Motor stecken. BLITZ. Was war das ? Mir fliegen die Funken um die Ohren. Dieses dumme Power-Panel hat doch tatsächlich den +Pol an Masse und der Starter den - Pol. Dadurch gibt's einen Kurzschluß und die Glühkerze verabschiedet sich. Als wurde eine neue Kerze eingeschraubt und diesmal mit einer eigenen Startbatterie versorgt. Und tatsächlich der Motor springt nach kurzem orgeln an. Ratatatata, buffff, aus. Der Leerlauf war wohl doch etwas zu niedrig. Also nochmals Starten, Fehlanzeige es tut sich nichts, er ist abgesoffen. Ich schraube also die Glühkerze heraus und puste mit dem Starter den Sprit aus dem Motor. Die Glühkerze wird durchgeheizt um sie sauber zu machen und dann wieder eingeschraubt. Dieses lustige Spielchen wiederholt sich 3x. Als ich dann am Ende meiner Geduld war, stelle ich das Gemisch etwas magerer und den Leerlauf höher ein. Ich halte den Kopf fest in der Hand, da ich noch nicht weiß bei wieviel Gas die Kupplung greift.
Für den zweiten Tank stelle ich das Gemisch etwas magerer, aber immer noch sehr fett ein. Der Motor läuft jetzt schon erheblich runder und zuverlässiger. Die Temperatur hatte ich nicht gemessen, aber es waren diesmal über 100 Grad (Spuckprobe). Ich stelle ihn noch etwas fetter damit er nicht zu heiß wird und schwebe so 2 weitere Tankfüllungen leer.
Interessant ist auch, daß ich kaum einen Bodeneffekt gemerkt habe. Vom Eco war ich gewohnt, daß er im Bodeneffekt nur schwer über einem Punkt zu schweben ist da er immer wegdriftet. Ganz anders beim X-Treme, der auch wenige Zentimeter über dem Boden sehr exakt und ruhig schwebt.