Der ECO fliegt so wie er aus dem Baukasten kommt. Aber es gibt nichts was man
nicht noch verbessern möchte. Für alle die es zu eilig haben um meine anderen Seiten zu
lesen, hier eine Zusammenfassung der Tuning Tips für den ECO-8. Wenn man alle diese
Änderungen durchführt erhält man nicht nur einen teureren, sondern vor allem einen
stabileren und präzise fliegenden ECO.
Tuning-Schritt 1: Freilauf
Man stelle sich folgendes vor: Der Hauptrotor dreht sich mit ca. 1200 U/min. Die
Rotorblätter haben dabei eine ziemliche Energie gespeichert. Nun stoppt man den Motor aus
irgendwelchen Gründen. Der Hauptrotor läßt sich das natürlich nicht so einfach
gefallen und dreht mit seiner Energie den Motor weiter durch. Manche Motoren bremsen aber
durch ihre starken Magnete sehr stark. Das schwächste Glied in diesem Kampf der Energien
ist das Hauptzahnrad, das von den Rotorblättern gedreht, vom Motor gebremst wird. Da es
aus Plastik ist hält es das nicht lange aus und die Zähne brechen aus. Ein Freilauf
hingegen läßt den Rotor frei weiter drehen, selbst wenn der Motor steht. Damit hält das
Hauptzahnrad erheblich länger (ganz abgesehen von der Möglichkeit zur Autorotation).
Tuning-Schritt 2: Spezialwellen
Die dem Baukasten beiliegenden Wellen sind nicht gerade ein Muster für Präzision. Das
hat auch der Hersteller schon gemerkt und bietet daher geschliffene und gehärtete
Spezialwellen an. Und zwar die Hauptrotorwelle, die Blattlagerwelle und die
Heckrotorwelle. Diese Wellen sind von hervorragender Ausführung, passen perfekt und
erleichtern die Einstellarbeit und Wartung enorm. Vor allem aber kann man damit
Vibrationen beseitigen. (Ich habe gehört, daß diese Wellen auch schon in einem
Standard-Bausatz enthalten waren. Die billigen Wellen sind matt silbrig und die
gehärteten sind glänzend metallisch mit absolut sauberer Oberfläche).
Tuning-Schritt 3: Verstrebung der Domplatte
| Der ECO hat relativ weiche Seitenteile. Die Domplatte wackelt
daher über der Motorplatte herum, was man leicht mit der Hand nachprüfen kann. Da das zu
sehr unangenehmen Resonanzen führen kann, baut man eine Verstrebungsleiste ein. Diese
verbindet die Domplatte mit den hinteren Kufenbügeln. Man befestigt zwei Messingkugeln an
den hinteren Schrauben der Domplatte (alte Schrauben rausnehmen und durch M2x12 ersetzen
und die Messingkugel beilegen). Dann befestigt man zwei Messingkugeln jeweils an den
hinteren linken und rechten Kufenbügel (ca. in der Mitte). |
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Dann fertigt man Kohlefaserstangen mit je einer Kugelgelenkpfanne am Ende
an. Die Länge muß so sein, daß sie genau auf die Messingkugeln passen. Es ist die
gleiche Prozedur wie beim Einbau der Heckrohrverstrebungen aus dem Tuning-Programm des
Herstellers. Diese Verstrebungen festigen die Domplatte und Resonanzen können sich nicht
mehr so leicht aufschaukeln. |
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Eine andere Methode um diese Resonanzen zu unterdrücken besteht im Einbau
von Dämpfungsgummis in die Befestigung der Kufenbügel. Ein Amerikaner hat diese Methode
entwickelt: |
Tuning-Schritt 4: Präzisions-Taumelscheibe
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Die originale Taumelscheibe ist aus Plastik, und geht auch
schon bei kleineren Bodenberührungen kaputt. Kaum teurer aber mechanisch ein wahrer Traum
ist die Ikarus ALU-Taumelscheibe (möglichst zusammen mit dem Alu-Pitchkompensator). Diese
Taumelscheibe ist mechanisch sehr genau gearbeitet und paßt perfekt. Sie ist (ohne
Nacharbeiten) leichtgängig und völlig spielfrei. Leider kostet sie mehr als das doppelte
wie die Plastiktaumelscheibe aber sie ist es wirklich wert. Sobald es das Heli-Budget
hergibt, werde ich auch meinen Trainings-ECO mit dieser Taumelscheibe nachrüsten. Man
sollte möglichst gleichzeitig den Alu-Pitchkompensator einbauen da die Plastikausführung
doch ein relativ großes Spiel hat. |
Tuning-Schritt 5: Landekufen-Verstrebung
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Dieser Tip ist nur für Anfänger gedacht. Kann man sicher Schweben und
Landen, so reichen die original Kufen völlig aus. Die Kufenbügel verkraften die harten
Landungen eines Anfängers nicht weil das komplette Gewicht des Helis incl Akkus die Kufen
auseinanderspreizt bis sie brechen |
| Abhilfe bietet die Verstrebung der Kufen mit
einer Kohlefaser- oder Gewindestange in der Nähe der Kufen. Dann halten sie harte
Landungen aus. Bei härteren Crashs brechen sie zwar trotzdem, aber das ist gut so denn
dadurch schützen sie den Rest wie ein Airbag |
Tuning-Schritt 6: Höhenleitwerk
Der Hersteller bietet als Zubehör ein Höhenleitwerk an. Dieses sollte unbedingt vor
dem ersten Rundflug eingebaut werden um eine Neigung zum Aufbäumen zu verringern. Für
den reinen Schwebeflug wird es nicht benötigt.
Tuning-Schritt 7: Heckrotormechanik
| Der Hersteller bietet als Zubehör eine kugelgelagerte
Heckrotormechanik an. Diese ist sehr zu empfehlen. Die originale Mechanik ist nur relativ
schwer leichtgängig und gleichzeitig spielfrei zu bauen und neigt zur Abnutzung. Die
kugelgelagerte Version ist um einiges besser. |
 
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Einen weiteren und absolut genialen Vorschlag bekam ich von meinem
Modellbauhändler. Der Baudenzug vom Heckservo zur Heckmechanik taugt nicht viel. Er hält
die Belastung nicht sehr lange aus und außerdem ändert er mit der Temperatur die
Hecktrimmung durch Dehnung des Stahldrahtes. Weiters ist der Stahldraht elastisch wodurch
das Heck ungenau gesteuert wird. Abhilfe bietet die Heckservohalterung von Ikarus. Damit
wird das Heckservo an den Anfang des Heckrohrs montiert. Und jetzt kommt der Trick:
Anstelle eines Baudenzugs verwendet man eine 2mm Kohlefaserstange. An jedes Ende wird eine
Kugelpfanne geklebt. Auf Heckservo und Heckmechanik kommt eine Kugel. Die Stange längt
man so genau wie möglich ab. Eine spätere Justage kann durch Verrutschen des Heckservos
vorgenommen werden. Die Kohlefaserstange führt man durch das kleine Loch der
Höhenruderhalterung (optional). Die Hecksteuerung wird viel präziser, sodaß man sogar
die Kreiselwirkung noch etwas stärker einstellen kann. |
Tuning-Schritt 8: Kreiselwirkung
Die maximal einstellbare Kreiselwirkung hängt vom Regelkreis: Kreisel, Heckservo,
Steuergestänge, Heckrotor ab. Je langsamer oder wackliger eines dieser Teile ist umso
weniger Kreiselwirkung kann eingestellt werden. Sehr gute Erfahrungen habe ich mit dem
mini-Servo S3101 von Robbe/Futaba gemacht. Zuerst hatte ich den Graupner C341 eingebaut
und ca. 40% Kreiselwirkung einstellen können. Mit dem S3101 kann ich jetzt fast auf 100%
gehen ohne daß das Heck zu Schwingen beginnt. Das Heck wird dadurch spürbar stabiler.
Es folgen einige Bilder die den Aufbau einer Luxus-Version mit allen
Tuningeinbauten dokumentieren:
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Hier sieht man die Kohlefaser-Seitenteile, die gehärtete
Spezialrotorwelle und den bürstenlosen Ikarus Motor X-250-4H. Am Hauptzahnrad ist ein
Freilauf eingebaut. |
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Die Alu-Taumelscheibe und der Alu-Pitchkompensator sind aufgesteckt.
Außerdem sind die Servos schon eingebaut. Später habe ich die Ikarus Alu-Taumelscheibe
eingebaut die zwar teurer aber viel leichtgängiger ist. |
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Das Heckrohr ist eingebaut. Am Heckrohr befindet sich die
Heckservo-Halterung aus Kohlefaser. |
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Der Heckrotor mit der Alu-Steuerbuchse. Alles ist sehr leichtgängig aber
fast spielfrei aufgebaut. |
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Hier der mechanisch fertig aufgebaute Luxus-Tuning-ECO-8. Nur die
Elektronik fehlt noch. |
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Den Empfänger und den Gyro habe ich hinter der Hauptrotorwelle eingebaut.
Somit sind alle störempfindlichen Teile weit weg von Motor und Regler. Auch ein
bürstenloser kann Funkstörungen durch die hohe Schaltfrequenz erzeugen ! |
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Vorne sitzt der Motor und der Regler. Der Regler wurde 'auf dem Kopf'
eingebaut. Dadurch ist der Kühlkörper oben und wird vom Rotorwind angeblasen. |
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Weil der Empfänger hinten ist, hat sich der Schwerpunkt weit nach hinten
verlagert. Daher muß der Akku weiter vorne eingebaut werden. Ein zusätzliches Gummi
(nicht im Bild zu sehen) muß vorne um das Chassis und den Akku gespannt werden. Die
Akkuhalterung am hinteren Kufenbügel wird nicht benutzt. |
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Der Tuning-ECO ist fertig und steht auf der Küchenwaage. |