Der ECO-8 ein großes Tier ? Der Eco ist doch schon ein Miniheli. Dass es
auch noch viel kleiner geht, hat der Pixel erstmals bewiesen. Einige Jahre
später ist nun Ikarus mit einem serienmäßigen Micro-Hubschrauber auf den
Markt gekommen. Hier folgt nun ein Bildbericht über die Technik dieses
Meisterstücks an Feinmechanik. Wie er fliegt könnt Ihr an zwei Videos
bewundern.
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ECO-Piccolo im Vergleich zum ECO 8, das bedeutet leichte 225
Gramm gegen ca.1,6 kg - plötzlich wirkt der ECO 8 wie ein mächtiger
Urzeitvogel. Wenn jetzt noch ein Logo-30 danebenstehen würde, wäre der
Piccolo kaum mehr zu finden. |
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ECO-Piccolo am Sender: Das Profitrim-Modul kann man hier
ruhig vergessen - der Piccolo fliegt mit einer einfachen 4-Kanal-Anlage
ohne aufwendige Mischer, Mechanik oder Min-/Max-/Schwebe-Pitch-Einstellungen.
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| Haupt- und Heckrotorwirkung werden rein
drehzahlgesteuert erzeugt, d.h. Gas (Pitch) direkt vom Drehzahlregler des
Hauptrotors, Hecksteuerung direkt über Gyro + Drehzahlregler des
Heckmotors. Der Vorteil ist eine rein elektronische Steuerung von Pitch
und Heck, ohne ein einziges mechanisches Teil (!) was viel Gewicht spart.
Ein kleiner Nachteil darf nicht verschwiegen werden: die Pitchwirkung
setzt etwas träger und erst mit leichter Verzögerung ein. Und Vorsicht:
der Heckrotor über/reagiert sensibel auf allzu heftige Richtungsänderungen;
schnelle Pirouetten gehen plötzlich schon mal genau andersherum ! Das
kann auch einem hartgesottenen Hubiflieger den Schweiß auf die Stirne
treiben. |
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Der ECO-Piccolo kurz vor dem Abheben. Der 280er Motor mit
einem 8er Ritzel am Hauptzahnrad bringt ihn sauber zum Schwebeflug. Der
Ausschnitt oben an der Kabinenhaube dient der besseren Kühlung damit der
kleine Motor nach ca. 5 Minuten Schweben kaum handwarm wird. |
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Welch ein Anblick ! Die kleine Hornisse bereit zum ersten
"Stich".
Frontansicht mit Konstant-Pitch. Man erkennt die große, schaufelartige
Steigung der Hauptrotorblätter. Die kleinen Hiller-Paddel sollten exakt
ausgerichtet sein. Das exakte Auswiegen der Paddlestange ist sehr wichtig.
Das kleine Ding darf keine Unwuchten haben. |
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Die Servobefestigung und der Hauptrotor.
Die kleinen Pico-Servos werden zuerst genau neutral ausgerichtet
(Knüppel am Sender in Mittelstellung). Dann werden sie einfach mit einem
Tropfen Sekundenkleber auf die kleinen Servoböcke an der Hauptrotor-Hülse
aufgeklebt. Die CFK-Hauptrotorwelle steckt in einer oben und unten
kugelgelagerten Hülse des Chassis. Hauptzahnrad und Hauptrotorzentralstück
sind mit kleinen Stahlstiften durch kleine Bohrungen in der
CFK-Hauptrotorwelle gesichert. |
| An dieser Stelle muss nochmals davor gewarnt
werden einen ECO-8 mit CFK Wellen auszustatten. Sowohl Haupt- als auch
Heckrotorwelle halten der Belastung nicht lange stand. Ich habe schon
mehrere satte Crashs durch gebrochene CFK Wellen gesehen. Beim leichten
Piccolo ist das natürlich alles kein Problem. |
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Das Hauptrotorzentralstück mit Anlenkung der kleinen
Hiller-Paddel. Das S-förmige Blatthalter-Teil sitzt auf 2
Mini-Kugellagern und ist crash-freundlich auf dem Hauptrotorzentralstück
aufgeklipst. Die CFK-Paddelstange wird seitlich zentriert ausgerichtet.
Dabei ist auf minimales Spiel zu achten. Die Kunstoffschrauben der
Hauptrotorblätter sollten nicht zu leicht (Gefahr des Einklappens !) und
nicht zu fest (Schütteln durch Unwucht !) angezogen werden. Nach Justage
sind sie unbedingt mit etwas Schraubensicherungslack zu sichern ! |
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Die winzige Taumelscheibe von unten gesehen:
Man erkennt den Taumelscheiben-Mitnehmer, der das Drehmoment vom Motor
über der Hauptrotorwelle und das Hauptrotorzentralstück an den oberen,
drehenden Teil der Taumelscheibe überträgt. Von hier wiederum erfolgt
dann die Anlenkung der Hiller-Paddel über zwei winzige Kugel-Gestänge.
Die Taumelscheiben-Anlenkung durch die Servos erfolgt (nur) von 2 Seiten;
sie zentriert sich selbst durch die Drehung des Hauptrotors. |
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Der winzige Heck-Motor:
Die Stromversorgung erfolgt über ein vorkonfektioniertes Kabel mit
Micro-Steckverbindungen, das einfach durch das CFK-Heckrohr nach vorne zum
Piccoboard gezogen wird. |
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Die CFK-Heckrotorachse steckt in 2 Mikro-Kugellagern
in einem sauber gespritzten Heckteil. 2 winzige Silikon-Schläuche sichern
die Heckwelle gegen seitliches Verrutschen. Der Hecksporn wird einfach in
die vorgesehene Aufnahme geklebt und das Seitenruder mit 2 Streifen
Tesafilm fixiert. Er ist mit 0,5 mm viel zu dünn ausgefallen und bricht
leicht. Man nimmt besser 1 mm CFK-Stäbchen) |
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Hier ein Bild vom "Hinterteil" des Piccolo:
die 2 mm CFK-Beinchen werden mit einem Tropfen Sekundenkleber in die
Chassis-Passungen geklebt. Durch das filigrane Heckrohr führt nur die
Strom-/Signalversorgung für den Heckmotor - ohne jegliche mechanische
Anlenkung. Diese einfache Konzeption macht den ECO-Piccolo zu einem echten
Fliegengewicht. (Vor dem Fliegen im Wohnzimmer bitte den Insektenspray
verstecken, nicht dass die bessere Hälfte auf dumme Gedanken kommt). |
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All-you-need:
* Chassis mit Motor
* Piccoboard
* 7-Zellen-Akku.
Das Piccoboard beinhaltet die komplette Steuerungselektronik, d.h. Empfänger
mit BEC, Mini-Gyro und 2 digitale Motorsteller für Haupt- und Heckmotor.
Alle Kabel und Anschlüsse sind werkseitig verpolungssicher vormontiert.
Einfach nur noch aufstecken. |
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Nur die Servo-Stecker hätten etwas kleiner ausfallen dürfen.
Der 280er Motor ist komplett funkentstört. Die Antenne ist an einem
Kufenbein hinunter durch die hohle Kufe nach hinten ausgeführt. Die
Steckverbindung Akku - Piccoboard lässt sich durch einen Ausschnitt in
der Haube (vorne/unten) führen und erlaubt komfortables Laden des Akkus
ohne die Haube abnehmen zu müssen. |
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Der Schwerpunkt:
Der 7-Zellen-Akku sitzt - an einem Gummiring befestigt - zwischen den
beiden vorderen Landegestell-Beinchen. In dieser Position ist gewährleistet,
dass der Schwerpunkt des ECO-Piccolo - wie beim ECO 8 - exakt in der
Senkrechten der Hauptrotorwelle liegt. Hält man jetzt den Piccolo an der
querstehenden Paddelstange, so verläuft das Heckrohr waagerecht. |
Mit dem Piccolo ist Ikarus eine gute Entwicklung gelungen. Natürlich braucht
nicht erwähnt zu werden, dass so ein kleines Fluggerät nicht die
Flugeigenschaften seiner großen Brüder haben kann.
Der Piccolo ist sicher ein guter Hubschrauber für das Wohnzimmer, wo
hauptsächlich Schwebefiguren geflogen werden. Im Bodeneffekt verhält er sich
recht kritisch, weshalb man gut daran tut möglichst schnell auf Höhe zu
kommen. Aus diesem Grund ist er für Einsteiger weniger geeignet, da diese ja
naturgemäß im Bodeneffekt die ersten Hüpfer üben. Rundflug ist wegen der
starken Aufbäumtendenzen nur mit deutlichen Korrekturen am Nickknüppel
möglich. Im Langsamflug verhält er sich jedoch erstaunlich gutmütig, was man
so einem kleinen Gerät kaum zutrauen würde.