| Kurt's
Flugtagebuch Drittes Jahr, achter bis zwölfter Monat |
| Dezember 2000 |
| Das Wetter ist durchwachsen. Wenig Schnee, viel
Nebel aber auch einige schöne Tage. Leider habe ich im Moment etwas Pech
mit meinen Hubis. Zum einen will der Motor nicht vernünftig laufen, zum
anderen gibt es immer noch Nachwirkungen vom Supercrash im Oktober:
Ich habe den SkyDragon endlich wieder zusammengeflickt und er sieht wie neu aus; ist er auch fast, denn viele Altteile sind nicht übriggeblieben. Sogar Gyro und Empfänger habe ich auswechseln müssen. Als Vorsicht nehme ich ihn erst mal bei uns im Garten in Betrieb, mit Holzblätter, damit ein Problem nicht zu teuer wird. Ich starte also den Webra 50, der auch sofort anspringt, stelle den Hubi ins Gras und gehe langsam in den Schwebeflug. Alles klappt, es scheint wieder alles ok zu sein... doch halt, was ist das, das war doch ein kurzer Failsafe. Ich lande sofort und als ich gerade den Motor abschalten will, geht er voll auf Failsafe. Nichts geht mehr, alle Steuerfunktionen tot. Der Hubi kippt im Stand in Zeitlupe um. Kurz rasieren die Rotorblätter eine Furche ins Gras, dann knallt es und er überschlägt sich. Der Motor läuft volle Kanne weiter. Da die Rotorblätter in der Erde stecken und blockiert sind, rutscht die Kupplung durch und beginnt sofort stark zu rauchen. Ich springe hin und beende das Spektakel mit einem beherzten Griff zum Gas-Servo. Alle weiteren Tests ergeben keinen Fehler. Soviel ich das Ding auch schüttle oder durchmesse, alles scheint ok zu sein. Da gibts nur ein. Der Empfänger muss raus. Ich ersetze ihn durch einen mc35-DS von Graupner, ein PPM Empfänger. Von PCM habe ich seit diesem Erlebnis erst mal die Nase voll. Dann repariere ich noch die Stabistange, die sich bei diesem "Manöver" wie eine Spirale aufgewickelt hat und zwei Servogetriebe müssen ausgewechselt werden. Erstaunlicherweise ist sonst nichts kaputtgegangen, sogar die Holzblätter sind noch in einwandfreiem Zustand. Dann mache ich erst mal einen Reichweitertest. Der PPM Empfänger schneidet wie zu erwarten etwas schlechter als der teure PCM ab, aber das ist normal. So hat das Jahr 2000 geendet. Ich hoffe 2001 wird weniger technische Probleme bringen ! |
| Ersatzteile: Stabistange, Empfänger, Servogetriebe |
| Januar 2001 |
| Nachdem ich den Silvester 2000 mit etwas Frust
im Bauch verabschiedet hatte, soll das neue Jahr doch besser beginnen !
Am 1. Januar 2001 teste ich also zum zweiten Mal im Garten. Diesmal schnalle ich wie zu Urzeiten einen Hulla-Hoop Reifen unter die Kufen, soweit geht mein Vertrauen in diese verflixte Technik schon ! Aber diesmal ist alles bestens, keine Probleme mehr. Ich fahre raus zum Flugplatz und fliege mehrere Stunden alles was ich bisher gelernt habe. Schöne lange Rückenflüge, und alles mit den Holzblättern !!! Die Vario Holzblätter sind erstaunlich gut, mir gehen die doppelt so teuren GFK Blätter im Moment gar nicht ab. Es macht wirklich Spaß wieder mit dem SkyDragon zu fliegen. Ich hatte fast schon vergessen was für ein perfekt fliegender Hubi das ist. Er wird zwar nicht besonders schnell, dafür kann man präzise und ruhig Fliegen, normal und auf dem Rücken. |
| Ersatzteile: keine |
| Anfang Februar 2001 |
| Das Wetter macht
diesen Winter echt Spaß. Es ist relativ warm für diese Jahreszeit und ab
und zu gibt es richtig sonnige Tage. Diesmal kam der Vario X-Treme auf
seine Kosten. Dank der neuerlichen Einstellung der Roll- und Nickfunktion
ist er nicht mehr ganz so aggressiv. Das kommt meinen Flugkenntnissen sehr
entgegen. Das schöne Wetter motivierte und ich flog die komplette Palette
an Rundflügen, Überschlägen, Rückenachten, Loopings und Rollen sowie
den wildesten Kombinationen daraus. Dem Hubi wurde nichts geschenkt, aber
er hielt die Belastungen tapfer aus. Das Fliegen bei blauem Himmel und
klarer Sicht macht schon enorm Spaß.
Einige Flüge erfolgten auch mit dem SkyDragon. Wie üblich kontrollierte ich die Gestänge am Rotorkopf während der Tankpausen. Plötzlich stellte ich ein eigenartiges Spiel an einem Gestänge des Pitchkompensators fest. Bei genauem Hinsehen war zu erkennen, dass eine Schraube schon zur Hälfte herausgegangen war. Und das trotz aller Vorsichtsmaßnahmen und Sicherungslack ! Ich ersetzte Sie sofort durch eine längere stabilere Schraube. Nicht auszudenken was passiert wäre, wenn sich dieses Gestänge im Flug gelöst hätte. Da sieht man wieder, wie wichtig die kurzen Zwischen-Checks sind. |
| Ersatzteile: keine |